Günstigster Anbieter für Verpackungslizenz – Preisvergleich Duales System

Wer einen Onlineshop betreibt oder Waren über Versandmarktplätze wie Amazon, Ebay, Etsy oder ähnlichen Marktplätzen verkäuft, muss auch im Rahmen der Verpackungsverordnung lizenziert sein. Da einige unserer Leser und Leserinnen angefragt haben. welches der günstigtes Verpackungslizensierer sei, haben wir dies zum Anlass genommen einen Preisvergleich der Anbieter im dualen System Deutschlands zu erstellen. Wir haben dabei sowohl an kleine Onlineshops und Versandhändler gedacht die nur Kleinstmengen lizensieren möchten als auch an etablierte Versender, die größere Mengen Verpackungsmaterial und Versandmaterial lizensieren müssen. Generell von der Lizensierungspflicht erfasst werden alle „systembeteiligungspflichtigen Verpackungen„, darunter fallen Verkaufsverpackungen (Artikelverpackungen, Umverpackungen), Versandverpackungen (Luftpolstertaschen, Kartonagen für Pakete oder Versandtaschen) sowie zugehörige Füllstoffe, Inlays etc. Auch sogenannte Serviceverpackungen fallen darunter.

Aus der Idee einen kleinen Vergleich der Kosten für die Verpackungslizenzierung zu schreiben ist ein 4 stündiger Marathonartikel geworden. Ich hoffe er hilft einigen unter euch weiter. Falls ihr nicht ganz so viel Zeit aufopfern möchtet wie ich, hier gehts Direkt zum Fazit

Berechnungsgrundlage des Vergleichs

 

Berechnungsgrundlage für einen kleinen Onlineshop mit Kleinstmengen an Versandmaterial

  • Papier, Kartonage, Versandtaschen: 20 kg
  • Kunststoffe : 5 kg <- Hierzu zählt auch Klebeband
  • Sonstige Materialien: 10 kg <- z.B. Natürliche Füllstoffe im Paket

Berechnungsgrundlage für mittlere bis größere Onlineshops und kleinere Hersteller:

  • Papier, Kartonage, Versandtaschen: 100 kg
  • Kunststoffe : 20 kg <- Hierzu zählt auch Klebeband
  • Sonstige Materialien: 30 kg <- z.B. Natürliche Füllstoffe im Paket

Die günstigste Verpackungslizenzierung im dualen System

Die angegebenen Preise in großer Schrift entsprechen den Brutto Preisen. Wir haben dies so angegeben, da uns besonders viele Anfragen von Kleinunternehmen erreicht haben. Im Beschreibungstext zum jeweiligen Angebot finden Sie selbstverständlich auch die Nettopreise damit alle Umsatzsteuervorabzugsberechtigten ebenfalls korrekt die Preise hinsichtlich der billigsten Verpackungslizenz vergleichen können.

Platz 1 – Reclay GmbH – Activate by Reclay.de

Die Reclay Verpackungslizensierung hat sich als eine der preiswertesten Lösungen in unserem Vergleich herausgestellt. Besonders gut geeignet ist dieses Unternehmen für Händler und Hersteller die nur Kleinstmengen an Verpackungsmaterial lizensieren müssen. Dank des Verzichts auf eine Grundgebühr oder Mindermengenzuschlag können hier auch Betreiber von kleinen Onlineshops Verpackungs- und Versandmaterial zu einem niedrigen Preis lizensieren lassen. 

Reclay – Preise für Kleinmengen an Versandmaterial

Ist Reclay der billigste Anbieter des dualen Systems?

17,90 Euro – Kleinmenge

Bei einem Versandvolumen von 20 kg Pappe, Papier und Kartonage sowie 5 kg an Kunststoffen und 10 kg sonstiger Materialien erweist sich Reclay als besonders Kleinkunden freundlich. Da hier kein Mindermengenzuschlag anfällt, kann man bei Bedarf auch mit noch niedrigeren Werten kalkulieren. Beispielsweise wenn man nur wenige Kilogramm Papier und Kartonagenaufkommen im Jahr hat. Hier sind teilweise sogar Tarife unter 10 Euro möglich. Bei unserer Beispielkalkulation kamen wir auf einen für 2020 gültigen Gesamtbruttopreis in Höhe von 17,90 € (15,04 € Netto). Es fallen keine weiteren Gebühren oder Servicepauschalen an.

 

Reclay – Preise für größere Onlineshops und Hersteller:

Preise für die Verpackungslizensierung bei Reclay

53,65 Euro – Mittleres Waren- Versandaufkommen

Bei einem Versandvolumen von 100 kg Pappe, Papier und Kartonage sowie 20 kg an Kunststoffen und 30 kg sonstiger Materialien kommt man auch bei mittlerem Versandvolumen mit fairen Preisen davon. Reclay berechnet hier im Jahr 2020 einen Gesamtbruttopreis in Höhe von 53,65 €. Der Nettopreis für alle die nicht unter die Kleinunternehmerregelung fallen und Vorsteuerabzugsberechtigt sind liegt bei 45,08 €. Es fallen keine weiteren Gebühren oder Servicepauschalen an.

 

 

Platz 2 – Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH – Gruener-Punkt.de

Wer kennt ihn nicht, den Grünen Punkt. Seit Jahrzehnten prangt das Logo auf Recycling fähigem Verpackungsmaterial und die große Markenbildungskampagne der 90er Jahre ist an kaum jemandem spurlos vorbeigegangen. Der Grüne Punkt ist sicher eines der bekanntesten Dualen Systeme. Doch kann der Grüne Punkt auch überzeugen was die Preispolitik der Firma anbelangt? Wir haben unsere Daten in den Beispielrechner eingegeben und herausgefunden wie gut sich der Grüne Punkt preislich schlägt. Im Gegensatz zu den anderen Anbietern, die jährliche Lizensierungskosten angeben, arbeitet der Grüne Punkt mit einem monatlichen Preis. Dieser will jedoch als jährliche Abschlagszahlung geleistet werden, weshalb man die Preise gut mit denen der anderen Anbieter vergleichen kann. Der Unterschied zu den anderen Anbietern liegt jedoch in der minimalen Vertragslaufzeit von 24 Monaten. Als Pluspunkt werten würde ich hingegen, dass man selbst im Basistarif das bekannte Logo des Grünen Punktes nutzen kann.

Grüner Punkt – Preise für Kleinmengen an Versandmaterial

Niedrigster Preis bei Nutzung des dualen Systems vom Grünen Punkt

53,69 Euro – Kleinmenge

Bei der Kleinmengenlizenzierung liegt der Grüne Punkt genau im Mittelfeld und platziert sich zwischen Lizenzero und Noventiz. Bei einem Versandvolumen von 20 kg Pappe, Papier und Kartonage sowie 5 kg an Kunststoffen und 10 kg an Naturmaterialien erweist sich der Grüne Punkt teurer als Noventiz und Reclay. Auch bei minimaler Lizenzierungsmenge kommt man nicht günstiger davon als 3,67 Euro zzgl. MwSt. pro Monat berappen zu müssen. Hochgerechnet auf den Jahrespreis ergibt dies einen für unsere Beispielkalkulation im Jahr 2020 gültigen Gesamtbruttopreis in Höhe von 53,69 €. Es fallen keine weiteren Gebühren oder Servicepauschalen an.

 

Grüner Punkt – Preise für größere Onlineshops und Hersteller:

Grüner Punkt Lizenzierungspreis für Onlineshops und Versandhändler

62,97 Euro – Mittleres Waren- Versandaufkommen

Anders sieht es bei höherem Verpackungsaufkommen auf. Hier weiss der Grüne Punkt plötzlich zu überzeugen und sichert sich mit fairen Preisen den zweiten Platz unseres Rankings. Das Aufschlagsverhältnis ist erfreulich gering. Bei einem Verpackungsvolumen von 100 kg Pappe, Papier und Kartonage sowie 20 kg an Kunststoffen und 30 kg sonstiger Materialien schafft es der grüne Punkt knapp zu kalkulieren. Berechnet würden einem in diesem Falle 4,41 Euro pro Monat zzgl. MwSt. Für den im Jahr 2020 gültigen Tarif kommen wir damit auf einen jährlichen Gesamtbruttopreis in Höhe von 62,97 Euro. Es fallen keine weiteren Gebühren oder Servicepauschalen an.

 

 

Platz 3 – Noventiz GmbH – Noventiz Direct direct.noventiz.de

Die Noventiz GmbH wurde im Internet öfters als preisgünstiger Lizensierer des dualen Systems angepriesen. In unserem Direktvergleich kam jedoch heraus, dass dieses Unternehmen nicht besonders günstig ist. Es ist eher im Mittelfeld der Entsorgungsbetriebe anzusiedeln was deren Preispolitik anbelangt. Als Kleinlizensierer muss man bei Noventiz bereits soviel Geld auf den Tisch legen, wie beim günstigsten Anbieter für die knapp 5-fache Menge. 

Noventiz – Preise für Kleinmengen an Versandmaterial

Kleinmengenkalkulation bei Noventiz

55,86 Euro – Kleinmenge

Bei einem Versandvolumen von 20 kg Pappe, Papier und Kartonage sowie 5 kg an Kunststoffen und 10 kg sonstiger Materialien muss man bei Noventiz bereits einen ordentlichen Geldbetrag auf den Tisch legen um die Verpackungen seines Unternehmens ordnungsgemäß lizensieren zu lassen. Selbst wenn man von den minimalen Lizensierungsmengen ausgeht (Eine Freimenge gibt es im Verpackungsgesetz schließlich nicht), kommen wir bei Noventiz über 47 Euro bei angenommen 1 kg an Papierwaren, 1 kg Kunststoff und 1 kg sonstigen Materialien. Günstig ist das nicht. Bei unserer Beispielkalkulation mit den anfangs genannten Mengenangaben, kamen wir auf einen für 2020 gültigen Gesamtbruttopreis in Höhe von 56,86 €. Es fallen keine weiteren Gebühren oder Servicepauschalen an.

Noventiz – Preise für größere Onlineshops und Hersteller:

Noventiz Preise für 100kg Kartonage, 20kg Kunststoff und 30 kg Naturmaterialien (Verpackungslizenz)

87,22 Euro – Mittleres Waren- Versandaufkommen

Bei einem Versandvolumen von 100 kg Pappe, Papier und Kartonage sowie 20 kg an Kunststoffen und 30 kg sonstiger Materialien weiss die Noventiz GmbH immer noch nicht mit besonders niedrigen Preisen aufzuwarten. Zwar ist das Aufschlagsverhältnis im Vergleich zur Kleinmenge nicht besonders hoch, dennoch ist der zu erwartende Preis für die Lizensierung mit einem Gesamtbruttopreis in Höhe von 87,22 € ebenfalls nicht unter den günstigsten Angeboten. Es fallen keine weiteren Gebühren oder Servicepauschalen an.

 

Platz 4 – Lizenzero GmbH – Lizenzero.de

Die Preise bei Lizenzero beginnen mit dem günstigsten Modell bei 49 Euro. Egal ob wir nur 1kg Pappe oder aber die von uns als Kleinmenge angesetzten Werte nehmen. Unter diesen Preis gelangen wir mit Lizenzeros Berechnungsgrundlage einfach nicht. Damit ist Lizenzero bei den Kleinmengen zwar preiswerter als Noventiz, für einen Platz unter den günstigsten Verpackungslizensieren reicht es damit jedoch immer noch nicht. Wer nur geringe Mengen an systembeteiligungspflichtigen Verpackungen in Verkehr bringt, ist z.B. bei Reclay besser aufgehoben. Auch was die größere Menge lizensierungspflichtigen Verpackungsmaterials angeht, ist Lizenzero keiner der besonders preiswerten Anbieter. Mit über 90 Euro ist Lizenzero hier sogar einer der teuersten Lizensierer des dualen Systems in unserem Vergleich. Wenn auch nur marginal teurer als Noventiz.

Lizenzero – Preise für Kleinmengen an Verpackungsmaterial

Lizenzero Preiskalkulation Minimaler Preis für Verpackungslizenzierung 49 Euro

58,31 Euro – Kleinmenge

Bei einem Versandvolumen von 20 kg Pappe, Papier und Kartonage sowie 5 kg an Kunststoffen und 10 kg sonstiger Materialien muss man den Mindestpreis in Höhe von 49 Euro zzgl. MwSt. zahlen. Dies gilt auch wenn man nur ein einziges Kilogramm einer Verpackungsart lizensieren möchte. Wer wirklich nur minimales Versandaufkommen hat ist gut beraten zu einem anderen Anbieter zu gehen bzw. zu wechseln. Das geht deutlich günstiger wie Reclay zeigt. Es fallen keine weiteren Gebühren oder Servicepauschalen an. Der Nachgeschmack eines nicht gesondert aufgelisteten Mindermengenzuschlags bleibt, auch wenn dies nicht offensichtlich aus der Preiskalkulation Lizenzeros hervorgeht.

 

Lizenzero – Preise für größere Onlineshops und Hersteller:

Verpackungslizenz bei Lizenzero für mittlere Mengen 92,75 Euro

110,37 Euro – Mittleres Waren- Versandaufkommen

Bei einem Versandvolumen von 100 kg Pappe, Papier und Kartonage sowie 20 kg an Kunststoffen und 30 kg sonstiger Materialien besticht Lizenzero ebenfalls nicht. Das Aufschlagsverhältnis im Vergleich zur Kleinmenge ist etwas höher als bei Noventiz. Mit 92,75 Euro zzgl. MwSt. fallen bei Noventiz im Bereich des mittleren Versand- bzw. Warenaufkommens die höchsten Gebühren aller miteinander verglichenen Lizensierer an. Es fallen keine weiteren Gebühren oder Servicepauschalen an.

 

 

 

Sonderfälle – Anbieter des dualen Systems im Vergleich

 

Sonderfall: Usepac by Veolia – Usepac.de

Usepac – Preise für Kleinmengen an Versandmaterial

Usepac ist für kleine Unternehmer und kleine Onlineshops bzw. Hersteller weniger gut geeignet

94,13 Euro – Kleinmenge

Als einer der teuersten Anbieter für die Verpackungslizenzierung für kleine Unternehmen stellt sich Usepac heraus. In der Beispielrechnung mit 100 kg Pappe, Papier und Kartonage sowie 20 kg an Kunststoffen und 30 kg an sonstigen Naturmaterialien fallen 79,10 € zzgl. MwSt an. Das ergibt ein Gesamtbrutto in Höhe von 94,13 Euro inkl. MwSt. pro Jahr.

 

Usepac – Preise für größere Onlineshops und Hersteller:

Usepac günstiger bei höherem Verpackungsvolumina

86,63 Euro – Mittleres Waren- Versandaufkommen

Eine Überraschung hat Usepac im Gepäck. Trotz wesentlich höherem Verpackungsvolumen ergibt sich bei Usepack ein niedrigerer Preis als bei wenigen Verpackungen. Ein eindeutiges Zeichen dass hier kleine Onlineshops und kleine Einzelunternehmen nicht zur bevorzugten Kundengruppe gehören. Bei anfallenen Verpackungsmengen in Höhe von 100 kg Pappe, Papier und Kartonage sowie 20 kg an Kunststoffen und 30 kg sonstiger Materialien verlangt Usepac einen Gesamtbruttopreis in Höhe von 86,63 €. Ohne MwSt. fallen nur 72.80 Euro an. Damit ist Usepac billiger als Noventiz und weitaus günstiger als Lizenzero. Hier kann der Anbieter wieder Boden gut machen. Es fallen keine weiteren Gebühren oder Servicepauschalen an.

 

Sonderfall: Landbell – Landbell.de

Landbell – Preise für Kleinmengen an Versandmaterial

Landbell Kosten des Basisvertrages für Kleinmengen / Kleine Versandhändler

89.25 Euro im 1. Jahr, ab dem 3. Jahr 59,50 Euro – Kleinmenge

Landbell ist in den ersten beiden Vertragsjahren teurer als Usepac, kann dafür ab dem dritten Jahr zumindest was Kleinmengen an Verkaufsverpackungsmaterial angeht aber wieder Punkte gut machen. Ob mit Treuerabatt oder ohne, zu den billigsten Anbietern zählt Landbell auf keinen Fall. Ohne MwSt. fallen hier 75 Euro pro Jahr im Basisvertrag an. Ab dem dritten Jahr sind es dann nur 50 Euro netto für den jährlichen Basisvertrag. Das ist in Ordnung, geht aber besser. Weitere Zuzahlungen entfallen im Basistarif.

 

Landbell – Preise für größere Onlineshops und Hersteller:

Landbell Basisvertrag plus Aufschlag für Entsorgungsmenge

111,09 Euro im 1. Jahr, ab dem 3. Jahr 81,34 € – Mittleres Waren- Versandaufkommen

Mit 111,09 Euro inkl. MwSt. ist Landbell im ersten Jahr vergleichsweise teuer für mittelgroße Onlineshops und Versandhändler bzw. Hersteller. Ab dem dritten Jahr jedoch mausert sich Landbell zu einer echten Alternative im Mittelfeld. Hier beträgt Bruttopreis nur noch 81,34 und der Nettopreis ohne MwSt. nur 68,35 Euro. Damit liegt Landbell bei erhöhtem Verpackungsanfall auf lange Sicht gesehen auf Platz 3. Weitere Servicegebühren fallen keine nicht an.

 

 

Sonderfall: EKO-Punkt GmbH – Eko-Punkt.de

Eko-Punkt – Preise für Kleinmengen an Versandmaterial

Ekopunkt bietet preisgünstige Alternativpakete für Wenigversender an

42,65 bzw. 59,50 Euro – Kleinmenge (Sonderangebot)

Wer nur Versandkartons, Papier und Pappe lizenzieren muss erhält für 42,65 Euro inkl. MwSt. die Handreichung von von Eko Punkt. Speziell für kleine Onlineshops gedacht die keine eigenen Produkte auf den Markt bringen ist EKO Punkt verhältnismäßig günstig. Man darf aber nicht vergessen das hier nur 50 kg Papierabfall inkludiert sind.
Mit dem Papier Plus Paket lizenziert Eko Punkt 50 kg Papier und 15 kg an Kunststoffen. Wer weniger Papiermaterial dafür mehr Kunststoffe in den Umlauf bringt, kann hier eventuell ein Schnäppchen machen. Das Paket ist aufgrund der anderen Mengenbemessung aber nicht mit der Kleinmengenberechnung der anderen Anbieter vergleichbar. Für die hier im Vergleich regulär veranschlagte Kleinmenge muss man bei EKO-Punkt 119 Euro inkl. MwSt. auf den Tisch legen. Das Angebot über die Mengenangabe ist aufgrund des Mindestpreises daher unattraktiv für den kleinen Kunden.

 

Eko-Punkt – Preise für größere Onlineshops und Hersteller:

EKO Punkt vergleichsweise teuer bei hohem Entsorgungsvolumen

119,00 Euro – Mittleres Waren- Versandaufkommen

Bei 100 kg Pappe, Papier und Kartonage sowie 20 kg an Kunststoffen und 30 kg sonstiger Materialien zählt Eko-Punkt auf einmal zu den teuersten Anbietern aus unserem Vergleich von Verpackungslizenzen nach dem Verpackungsgesetz. Ein Gesamtbrutto in Höhe von 119 Euro fällt hierfür an. Ohne MwSt. bleiben dem Vorsteuerabzugsberechtigten glatte 100 Euro die er an die Eko-Punkt GmbH bezahlen muss. Auch hier gilt: Es fallen keine weiteren Gebühren oder Servicepauschalen an.

 

 

Fazit meines Preisvergleichs für die Teilnahme am dualen System in Deutschland

Die Wertung ist schwierig da sich die Preise für Kleinunternehmen und größere Versandhändler / Hersteller innerhalb der einzelnen Lizenzierungsunternehmen z.T. stark unterscheiden. Fest steht: Reclay ist in allen belangen der preisgünstigste Verpackungslizenzierer unter den Testkandidaten. Sowohl bei Kleinmengen als auch bei höherem Verpackungsaufkommen weiss die Reclay GmbH zu überzeugen. Sie bietet die günstigste Lizent entsprechend der neuen Verpackungsordnung bzw. dem Verpackungsgesetz.

Einen verdienten zweiten Platz erntet der Grüne Punkt. Mit einem moderaten Preis für höhervolumiges Verpackungs- bzw. Versandaufkommen und der Möglichkeit das bekannte Markenlogo nutzen zu dürfen ist das Gesamtpaket sehr verlockend. Bei Kleinmengen an Verpackungs- und Versandmaterial ist der Grüne Punkt nach Reclay und Eko Punkt sehr empfehlenswert und auch bei höherem Aufkommen an Verpackungen weiss der Grüne Punkt zu punkten. Noventiz ist durch die Bank weg günstiger als Lizenzero.

Sonderfall Treuebonus: Im ersten Jahr der Vertragslaufzeit ist Landbell bei den Kleinmengen mit 89,25 Euro der zweitteuerste Anbieter im Test. Mit 111,09 Euro bei der zweiten Vergleichsgruppe für mittelgroße Versender ist Landbell ebenfalls sehr hochpreisig angesiedelt und nur knappe 8 Euro günstiger als Eko Punkt. Anders sieht es jedoch ab dem dritten Jahr innerhalb der Vertragslaufzeit aus. Mit 59,50 Euro für die Kleinmenge und 81,34 € für das erhöhte Entsorgungsaufkommen erklimmt Landbell dank Treuebonus  Platz 5 bei den Kleinmengen und sogar Platz 3 bei den größeren Entsorgungsvolumina.

Einen weiteren Sonderfall nimmt Eko Punkt ein, dieser Anbieter hat sich speziell auf kleine Unternehmen spezialisiert und bietet Angebote an, die speziell für kleine Onlineshops oder kleine Hersteller geschnürt wurden. Mit 41,65 Euro bietet das Basispaket die Verpackungsentsorgung bis 50 kg Papier und Kartonage an. Mit dem Eko Punkt Plus Paket sind zudem noch 15kg Kunststoff enthalten. Hierfür fallen 59,50 Euro inkl. MwSt an. Eine Einordnung fällt daher schwer. Möchte man anhand von individuellen Mengenangaben kalkulieren, so klettert der Preis auf 119 Euro inkl. MwSt, selbst bei der Berechnungsgrundlage unseres kleinsten anzunehmenden Aufkommens an Verpackungen. Bei unserem Beispiel einer größeren Menge an Papier, Kunststoff und Co. hingegen ist Eko Punkt teurer als viele Konkurrenten. Mit 119 Euro Jahresgebühr zählt er hier sogar zu den teuersten Anbietern.

Auch Usepac ist ein weiterer Sonderfall der schwer in der Platzierung einzuordnen ist. Hier sind die Kosten für kleine Firmen höher als bei größerem Entsorgungsvolumen. Bei viel Verpackungsaufkommen ist der Preis jedoch vergleichsweise günstig bzw. zumindest im Mittelfeld anzusiedeln.

Hinweis: Neben der Lizenzierung über einen Partner des dualen Systems ist auch die Anmeldung im offiziellen Verpackungsregister notwendig um rechtlich abgesichert zu sein. Die Registrierung dort ist kostenfrei und die vom Verpackungsregister vergebene Kennnummer, wird bei der Anmeldung bei einem der Teilnehmer des dualen System benötigt.

Deine Meinung ist gefragt

Kennst Du einen noch günstigeren Lizenzanbieter für das duale System? Hast Du Fragen zur Lizenzierung, ob du Lizenzpflichtig bist oder wie es mit einer Doppellizensierung aussieht? In den Kommentaren ist Platz für Deine Anregungen oder Fragen. Beteilige Dich an der Diskussion 🙂


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