Blogkommentare vor Spam schützen ohne Captcha & Plugin: Blogspam vermeiden mit WordPress Hausmitteln

Ich habe mir lange Zeit Gedanken darüber gemacht wie man seinen WordPress Blog vor Spam schützen kann, die meisten der bekannten Methoden waren für mich dabei unpraktikabel, da ich besonderen Wert darauf lege keine unnötigen Plug-Ins zu installieren oder die Kommentarfunktion durch Captchas zu erschweren. Es musste also eine Lösung her, die mit den Hausmitteln von WordPress auskommt.

Meine Kriterien für die Antispam-Maßnahme:

  • Keine Captcha’s
  • Soll ohne Plugin funktionieren
  • Kein Kommentarsystem von einem Drittanbieter

Da ich hunderte von automatisieren Spameinträge bei den Blogkommentaren ohne Captcha und WordPress-Plugin herausfiltern wollte, blieb mir also nur übrig eine eigene Lösung zu entwickeln, die mit den Hausmitteln von WordPress auskommt.

Wie ich effektiv gegen Kommentarspam in meinem Blog vorgehe

Als erstes machte ich mich also daran die eingehenden Spamkommentare zu analysieren. Dabei fand ich heraus das viele Einträge mit kyrillischen Zeichen stattfanden. Auch gab es viele Spameinträge mit mehreren URLs im Kommentarfeld. Zwei Ansatzpunkte für die Kommentar Blacklist.

Die wichtigste Funktion: WordPress Blacklist für Kommentare:

Wenn man in den WordPress Einstellungen auf Diskussion klickt werden einem verschiedene Möglichkeiten angeboten wie man damit umgehen kann. Besonders wichtig ist die Blacklist. Hier kann man Wörter oder Buchstaben eintragen, bei deren Vorkommen der gesamte Kommentar in den Spamordner wandert.

In meiner Kommentarblacklist stehen:

Die wichtigsten (Konsonanten) des kyrillischen Alphabets. Damit kommt kein Spam aus Russland mehr durch.  Die Worte shoe, handbag sowie andere übermäßig oft vorkommende Spamkeys. Zusätzlich habe ich diverse URL Endungen eingetragen, wie z.B. .info, .net, .ru oder .org, da so gut wie niemand der auf meiner Seite kommentiert eine dieser Domainendungen besitzt oder einträgt.

Spamfolder bei mehr als 1 enthaltenen URL

Ein weiteres Häkchen setzte ich bei den Diskussionseinstellungen für: Einträge als Spam markieren die mehr als 1 Url enthalten. Damit kam auch der letzte Rest unnötigen Spams direkt dahin wo er hingehört, in den Mülleimer für Spamkommentare.

Mit diesen simplen Maßnahmen konnte ich das Spamvolumen auf meinem Blog um mehr als 90% eindämmen.

Die Vorteile dieser Methode:

Man erhält sehr viel weniger Spam, benötigt aber trotzdem keine Captchas oder Plugins für WordPress.

Das ganze arbeitet nach Anpassungen an der Blacklist so gut wie fehlerfrei. Ab und zu rutscht auch mal ein ernstgemeinter Kommentar in den Spamordner, weshalb ich diesen von Zeit zu Zeit überfliege und die falsch eingeordneten Kommentare von Hand freischalte.

Im Vergleich zur umgekehrten Herangehensweise, bei der ich die Spamkommentare aus allen anderen von Hand heraussortieren, markieren und in den Spamordner verschieben muss spart die von mir beschriebene Herangehensweise viel Zeit und Nerven beim aussortieren von unerwünschten Kommentaren.

 

Dies war meine erste Teilnahme am Webmasterfriday zum Thema:

Blogspam vermeiden – Wie schützt ihr eure Kommentare
http://www.webmasterfriday.de/blog/wie-schuetzt-ihr-eure-kommentare


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3 Kommentare zu “Blogkommentare vor Spam schützen ohne Captcha & Plugin: Blogspam vermeiden mit WordPress Hausmitteln

  1. Hey!

    Und das funktioniert tatsächlich? Klasse!

    Ich nutze derzeit „AntispamBee“, sogar recht erfolgreich. Da ich aber, wie Du, nicht wirklich ein Fan von zu vielen Plugins bin, würde mich Deine Blacklist interessieren. Gerne würde ich die bei mir mal einsetzen und das PLugin deaktivieren. Vielleicht schaffe ich den gleichen positiven Impact mit WP-Mitteln.

    Könntest Du mir Deine Blacklist mal zukommen lassen?

    LG, Patrick

  2. Hallo,
    deinen Beitrag lese ich erst jetzt in aller Ruhe und ich bin überrascht, wie konform ich mit dir bin.
    Da habe ich mir so viel Mühe mi meinem Artikel gemacht. Ein einfacher Verweis zu dir hätte fast genügt. 😉

    Es gab mal ein Code-Schnippsel, wo die ersten 3 Kommentare manuell freigeschaltet werden mussten und dann erst ohne Filterung veröffentlicht wurden – ohne Plugin. Leider kann ich es nicht mehr finden. Es kam meines Erachtens von Tanja (crazytoast).
    Ansonsten handhabe ich es wie viele andere auch. Den ersten Kommentar manuell freischalten, dann ist alles ok, soweit kein Spam und nicht mehr als 2 Links im Kommentar selbst.
    Die Biene verrichtet ihre Arbeit und ein wenig Handarbeit spätestens alle 29 Tage ist auch dabei.
    Klappt soweit ganz gut.

    Ich freue mich sehr, das ich mich bei dir nicht irgendwo anmelden muss oder als „Gast“ bezeichnet werde. Einfach loselegen und kommentieren.
    Meinen Kommentartext würde ich glatt dabei vergessen, wenn ich vorher diesen Aufwand des Kontoeröffnens durchgehen müsste. Einfach lästig.
    Aber es ist oft so im Leben. Es wird sich mehr auf die Abwehr konzentriert als auf das was wichtig ist. 😉
    LG Timm

    1. Da kann ich dir auch zustimmen: Zuviel Abwehr ist fast immer gleichzusetzen mit der Einschränkung von Freiheit, Rechten und vor allem Komfort !

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